Ergotherapie in der Pädiatrie

Im pädiatrischen Bereich behandeln wir Kinder und Jugendliche mit folgenden Auffälligkeiten oder Diagnosen:

  • Kinder mit Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen (AD(H)S), die sich z.B. in der Schule oder bei den Hausaufgaben häufig ablenken lassen und schnell zappelig sind, die nicht ruhig am Tisch sitzen können, die einen erhöhten Zeitbedarf bei der Bewältigung ihrer Hausaufgaben haben oder ihre Aufgaben nur wenig strukturieren
  • Kinder mit Koordinationsstörungen der Grob-, Fein- oder Graphomotorik, die z.B. Schwierigkeiten haben auf vorgegebenen Linien zu schreiben oder zu malen, die den Stift oder das Besteck nicht richtig greifen können, die Probleme beim selbständigen An- und Ausziehen haben
  • Kinder mit körperlichen und geistigen Behinderungen, die z.B. Teilbereiche ihres Alltags nicht selbständig bewältigen können und eventuell Hilfsmittel benötigen
  • Kinder mit psychischen Erkrankungen und Erkrankungen aus dem autistischen Formenkreis, die z.B. Schwierigkeiten mit sozialen Umgangsformen, wie Kontaktaufnahme haben und eher ablehnend gegenüber Veränderungen sind
  • Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsverzögerungen, die im Vergleich zu Gleichaltrigen z.B. Defizite im Bereich des Gleichgewichts (auf einem Bein stehen/ hüpfen, balancieren, Fahrrad fahren) oder Grob- und Feinmotorik (schneiden, malen, kleben, Knöpfe/ Reißverschlüsse öffnen bzw. schließen) haben
  • Kinder mit Lernschwierigkeiten (z.B. durch Hyperaktivität, ADS, Wahrnehmungs- und Konzentrationsstörungen)

Die ergotherapeutische Behandlung vom Säuglings- bis zum Jugendalter erfolgt in Anlehnung an das Wunstorfer Konzept. In einer ausführlichen Befundaufnahme mit Ihnen und ihrem Kind werden die Ziele gemeinsam festgelegt. Zielsetzungen erfolgen stets alltagsnah, um eine großtmögliche Transparenz zu erreichen.

 

Hier einige Beispiele für ergotherapeutische Zielsetzungen:

Bereich Selbstversorgung
Das Kind...

  • zieht sich selbständig und in einer angemessenen Zeit an
  • zieht seine Schuhe selbständig an/ schafft es eine Schleife zu binden
  • isst geschickt mit Messer und Gabel

Bereich der täglichen Gewohnheiten
Das Kind...

  • denkt selbständig an die benötigten Materialien für Kindergarten bzw. Schule und packt diese ein
  • bleibt beim Essen ruhig am Platz sitzen
  • geht zu einer verabredeten Zeit ins Bett und bleibt dort liegen

 

Bereich Spiel
Das Kind...

  • hat eigene Spielideen und spielt mit altersgemäßem Spielzeug
  • kann über einen angemessenen Zeitraum konzentriert spielen

Bereich Kindergarten
Das Kind...

  • kann sich von seinen Eltern verabschieden, um im Kindergarten aktiv zu werden
  • ist in den Räumlichkeiten gut orientiert
  • kann Wünsche und Bedürfnisse ausdrücken

Bereich Schule
Das Kind...

  • kommt pünktlich in die Schule
  • kann die Klassenregeln umsetzen
  • kann den Stift richtig halten/ schreibt zügig und leserlich

 

Elternarbeit in Form von Beratung und Begleitung ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Therapie, denn nur wenn die Therapieinhalte auch im häuslichen Umfeld weitergeführt werden, kann die Behandlung Erfolg haben.

Auch eine intensive Zusammenarbeit im interdisziplinären Team ist uns sehr wichtig, denn nur eine Vernetzung der Berufsgruppen kann zum größtmöglichen Therapieerfolg führen.