Thermische Anwendungen Handtherapie

Paraffinbäder

Der Patient taucht die saubere Hand ca. 3x in ein mit flüssigem Paraffinwachs gefülltes Becken. Die therapeutische Wirkung eines Paraffinbads liegt bei 45-50°C. Anschließend wird eine Plastiktüte, sowie ein Frottehandschuh übergezogen. Nach 10 Minuten werden Handschuh und Tüte entfernt und das Wachs abgestreift. Das Paraffinbad ist eine intensive Form der Wärmeapplikation und hat eine entsprechende Tiefenwirkung, d.h. die Wärme wird über längere Zeit gespeichert. Dadurch wird eine Steigerung der Hautdurchblutung, Erweichung von Narbengewebe und Entspannung des Muskelgewebes erzielt als Folge können Schmerzen reduziert und Gelenkssteifigkeit minimiert werden. Paraffinbäder können nach oder während der Therapie durchgeführt werden (organisatorisch aber meistens nach der Therapie möglich).

Therapieraps

Kann sowohl als Wärmeverfahren oder als kühlende Anwendung eingesetzt werden (wenn der Raps nicht erwärmt wurde, hat er einen eher kühlenden Effekt). Der Patient führt im (erwärmten) Raps aktiv Bewegungs-, und Funktionsübungen durch. Der Raps wirkt wie eine Mikromassage der Hände, verbessert Sensibilität und kann schmerzlindernd sein. Erwärmter Raps fördert die Durchblutung der Hand, neutral temperierter Raps kann Schwellungen und Ödeme reduzieren. Raps kann während der Therapie zum aktiven Üben oder im Anschluss an die Therapie eingesetzt werden.

Heiße Rolle

Zählt zu den Hitze-Verfahren. Ein zusammengerolltes Handtuch wird mit kochendem Wasser getränkt und auf der Haut Schicht für Schicht abgerollt. Feuchte Wärme gelangt ins Gewebe und führt dort zu einer Mehrdurchblutung, Lösen von Verspannungen, Steigerung der Lymphaktivität (wird deshalb häufig bei Schwellungen und Ödemen eingesetzt) und zur Reduktion von Schmerzen. Wird während der Therapie vom Therapeuten 
durchgeführt.

Retterspitzumschläge

Wirken als kühlendes Verfahren. Der gekühlte Retterspitz wird im Anschluss an die Therapie verdünnt auf ein Tuch oder eine Mullbinde aufgetragen und als Wickel auf die betroffene Körperstelle positioniert. Die Applikation sollte mindestens 20 Minuten andauern, der Patient kann aber auf Wunsch auch mit dem Umschlag/Wickel an der Hand nach Hause gehen. Retterspitzumschläge wirken entzündungshemmend und durchblutungsfördernd.

Kühlgel

Halbflüssiges Gel mit pflanzlich-ätherischen Wirkstoffen, die eine kühlende Wirkung haben. Wird während der Behandlung vom Therapeuten auf die betroffene Körperstelle aufgetragen. Die Kälte kann schmerzlindernd, abschwellend und wärmeentziehend wirken.

Pferdesalbe

Wirkt durch das enthaltene Menthol kühlend und im Nachhinein wärmend. Die Salbe Wird vom Therapeuten während der Therapie einmassiert. Sie wirkt entkrampfend , abschwellend und sorgt für eine Entspannung im Gewebe.

Ultraschall

Die Ultraschalltherapie wird im Rahmen der physikalischen Therapie genutzt. Durch die Anregung der Moleküle im Gewebe kommt es zu einer therapeutisch wirksamen Tiefenerwärmung mit den Wirkungen : Mehrdurchblutung, Stoffwechselsteigerung, verbesserte Dehnbarkeit der kollagenen Fasern, Tonusminderung der Muskulatur und Schmerzhemmung. Die Ultraschallbehandlung wird vom Therapeuten mittels Schallkopf und Kontaktgel während der Behandlung durchgeführt.